Fabian Baumann
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fabianbaumann.bsky.social
Fabian Baumann
@fabianbaumann.bsky.social
Historian of Eastern and East Central Europe, Heidelberg University. Nationalism and family in late imperial Ukraine, treason and disloyalty in interwar Czechoslovakia. "Dynasty Divided" out now: https://tinyurl.com/3m6e5f9d
Holocaust diskutiert, das Interesse am Thema wäre also da.)

Und um das klarzustellen: Ich meine nicht mich selbst. Das ist weder mein Forschungs- noch mein Lebensthema, und ich verfolge die Debatte nur als interessierter und oft etwas irritierter Aussenseiter.
February 10, 2026 at 2:11 PM
Ich weiss nicht, was sie mit "Meinungsmacher" meinen. Ich habe aber das Gefühl, dass die Rhetorik gerade in der Osteuropageschichte Leute abgestoßen hat, die für die inhaltlichen Anregungen offen gewesen wäre. (Bei uns im Fach wird seit Jahrzehnten über den Zusammenhang von Kolonialismus und
February 10, 2026 at 2:11 PM
Für die öffentliche Aufmerksamkeit der Debatte war die Polemik sicher zielführend. Aber sie hat meiner Meinung nach dazu beigetragen, dass anstelle einer ergebnisoffenen Debatte ein gehässiger Stellungskampf geführt wird.
February 10, 2026 at 2:09 PM
If I call your academic work a "catechism" and you a "high priest," does that increase or decrease your belief that I will engage your arguments in good faith?
February 10, 2026 at 2:07 PM
ich denke, dass bei den Fragen der eigentlichen Erinnerungspolitik möglich wäre, zu einem Minimalkonsens zwischen den akademischen Fraktionen zu kommen. In der Israel/Palästina-Frage wird es diesen nie geben, sie wird, solange sie existiert, in Deutschland extrem polarisierend bleiben.
February 10, 2026 at 1:32 PM
Aus meiner Sicht würde es der Debatte zur Erinnerung an den Nationalsozialismus gut tun, wenn alle Beteiligten sich – und sei es nur zeitweise – einmal bemühten, die Implikationen für Deutschlands Israel/Palästinapolitik auszuklammern. Mir ist bewusst, dass das nicht komplett möglich ist, aber
February 10, 2026 at 1:32 PM
Ich verstehe ja schon auch, dass die keinen Bock auf Streit haben. Ganz gut fände ich alle dreissig Minuten eine automatische Durchsage, die daran erinnert, dass man im Ruhewagen ist.
February 10, 2026 at 12:35 PM
Mich nervt es auch grenzenlos. Vielleicht ist meine Erinnerung auch verzerrt, weil ich kürzlich zweimal eine sehr anstrengende Telefoniererin im Nebenanteil hatte. Altersmäßig kann ich Ihre Erfahrung dagegen sicher nicht bestätigen, da erlebe ich von 20 bis 80 alles.
February 10, 2026 at 12:22 PM
Und im übrigen dichte ich Moses keine rechten Motivationen an, sondern ich halte seine Rhetorik für kontraproduktiv, weil sie die Adressat:innen der Kritik als Ideolog:innen darstellt, was ihnen jede Lust nehmen muss, sich auf die Kritik einzulassen.
February 10, 2026 at 12:08 PM
Sehen Sie in Moses' Wortwahl (Katechismus, Hohepriester) gar keine Ähnlichkeit zur rechten Chiffre vom "Schuldkult"? Wäre es Ihrer Ansicht nach komplett unmöglich gewesen, seine Kritik so zu formulieren, dass sich die Kritisierten auf einen Dialog einlassen?
February 10, 2026 at 12:03 PM
entfernt sind, hauptsächlich weil ihre Positionen zur Israel-Palästina-Debatte auseinandergehen. Und diese Überpolarisierung der Debatte nützt meiner Ansicht nach einem dritten Akteur, der Rechten, der von beiden Seiten erinnerungspolitisch viel weiter weg ist als sie voneinander.
February 10, 2026 at 11:53 AM
erstarkende Rechte daran arbeitet, die Erinnerung an den Nationalsozialismus insgesamt zu schwächen, halte ich für kontraproduktiv. Aus meiner Aussensicht als Nichtdeutscher bekämpfen sich hier Fraktionen erbittert, die in den eigentlichen erinnerungspolitischen Fragen gar nicht so weit voneinander
February 10, 2026 at 11:53 AM
Ich bin von Ihrer Antwort nicht überzeugt. Als Osteuropahistoriker sehe ich z.B. die Deterritorialisierung und Abstrahierung des Holocausts in der öffentlichen Debatte auch als großes Problem. Aber so zu tun, als würde die Debatte zur Erinnerungskultur im luftleeren Raum stattfinden, während eine
February 10, 2026 at 11:53 AM
Die nervigen Telefonierer:innen im Ruhewagen sind in meiner Erfahrung gendermäßig recht ausgeglichen.
February 10, 2026 at 10:21 AM
Ich sehe die sinnvollen Punkte in Moses' Kritik durchaus. Aber ehrlich gesagt erschließt es sich mir nicht, warum er seine Kritik derart polemisch formuliert, dass sie auch für rechtsaußen anschlussfähig ist (und z.B. auch schon von Martin Sellner zitiert wurde). Ginge das nicht auch anders?
February 10, 2026 at 10:16 AM
Ah yes, this one has also confused me for a long time!
February 9, 2026 at 7:18 PM
Ganz oben auf der Liste der Bücher, die ich dieses Jahr nicht lesen werde ist "Falsche Wahrheiten: 12 linke Glaubenssätze, die unser Land in die Irre führen" von Nikolaus Blome.
February 9, 2026 at 6:04 PM
Reposted by Fabian Baumann
U.K. might lose a prime minister because a guy who worked for him knew another guy who hung out with Epstein. Meanwhile the U.S. opposition party is telling our President, who was Epstein's best friend, that his secret police should get better training so their public street murders look less messy.
February 9, 2026 at 4:07 PM
It's nice to hear an elected Democrat describe reality without sugarcoating, as they all should.
February 8, 2026 at 2:08 PM
Weil heute wieder zu Recht die Medien für ihren Umgang mit Rechtsextremen kritisiert werden, hier mal ein positives Beispiel von Watson/T-Online.

Es ist nicht so schwer: Rechten Bullshit nicht als normale Meinung verharmlosen, sondern einordnen. Einfach sagen, was offensichtlich ist.
February 8, 2026 at 1:15 PM
Meine bescheidene Meinung: nicht jeder überzogene Vorwurf ist ein Historikerstreit.
February 8, 2026 at 12:46 PM
February 7, 2026 at 7:37 PM
Oh I thought that this piece of shit had died from Covid. But I confused him with that other piece of shit, Rush Limbaugh.
February 7, 2026 at 12:11 PM
Good point. Also, this will increase alienation to a point that could end in severe political instability.
February 6, 2026 at 4:30 PM
Der Mythos, die rechten Parteien hätten Wirtschaftskompetenz, hält sich extrem hartnäckig, obwohl rechte Parteien überall miserable Bilanzen haben. Sie verstehen meist gar nichts von Wirtschaft, ihre einzige Wirtschaftsnähe ist Korruption und sie sind Erfüllungsgehilfen der Reichsten.
February 6, 2026 at 1:36 PM