Christine Lehmann
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Christine Lehmann
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Pferde und Fahrräder
Pferde und Fahrräder
Unlängst kam eine Reiterin im Kreis Esslingen aus dem Wald auf eine schmale asphaltierte Straße. Eine Radlerin fuhr vorbei, das Pferd scheute, stürzte und musste eingeschläfert werden.  Der Zeitungsverlag Waiblingen (ZVW) macht im Titel natürlich gleich daraus: "Wie rücksichtslose Radfahrerin den Tod eines Pferds bei Auenwald mitverursachte" (Bezahlschranke). Der Zeitungsartikel, auf den mich Blogleser Ralf aufmerksam gemacht hat, stellt den Vorfall aus Sicht der Reiterin dar. Demnach kam sie mit einer Freundin (also zwei Pferde) auf eine kleine Straße, auf der wenig los ist, aber Autos und Fahrräder unterwegs ein können. Sie habe "aufgepasst, als sie mit ihrem Pferd vom Feldweg aus den Asphalt betrat." Doch plötzlich sei eine Radfahrerin von hinten kommen, eigentlich "herangerauscht". Ihr Pferd, das eigentlich nicht schreckhaft sei, habe sich erschrocken "durch das lautlose Daherzischen". Erschrecken heißt bei Pferden, ein ruckartiges Zusammenzucken und die Einleitung einer Flucht. Es rutschte mit den Hufeisen auf nassem Aphalt aus, stürzte, brach sich ein Bein und musste eingeschläfert werden.  So ganz passt das für mich nicht zusammen, aber das mag der Verkürzung durch die Presse geschuldet sein. Entweder die Reiterin kam gerade auf den Asphalt, dann aber hätte die Radlerin nicht von hinten kommen können und sie hätte sie kommen sehen müssen, da sie ja aufpasste, oder sie war schon auf der Straße und hatte das Pferd in eine Richtung gedreht. Dann aber spielt es keine Rolle, ob sie vorher aufgepasst hatte. Vermutlich liegt beides zeitlich nah beieinander. Wie dem auch sei. Ein "Zischen" ist auch nicht lautlos. Aber das sind typische Aussagen zu Radfahrenden: Man hat sie nicht kommen sehen, sie sind so leise, dass man sie erst beim Vorbeifahren hört, und man hält sie für sehr viel schneller, als sie tatsächlich fahren. Die Reiterin macht der Radlerin im Zeitungsartikel übrigens keine Vorwürfe, appelliert aber an uns Radfahrenden, Rücksicht zu nehmen.  Es gibt keine besonderen Regeln, wie sich Radfahrende bei der Begegnung mit Pferden zu verhalten haben, abgesehen von der im Straßenverkehr immer geltenden Pflicht zur Rücksichtnahme und Voraussicht.  >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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February 9, 2026 at 4:17 AM
Nein, E-Scooter dürfen nicht auf Gehwegen fahren
Nein, E-Scooter dürfen nicht auf Gehwegen fahren
Das ist auch in der Neuregelung der Eletrokleinstfahrzeuge-Verordnung, in der die E-Scooter den Fahrrädern gleichgestellt werden, verboten. Auch wenn es die Stuttgarter Zeitung in diesem Artikel (Bezahlschranke) es zunächst anders und damit falsch dargestellt hat. Das wurde binnen weniger Stunden in eine Nicht-Aussage dazu korrigiert. Denn auch mit dem Fahrrad darf man grundsätzlich nicht auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen fahren. Man darf es nur, wenn ein Zusatzschild den Gehweg oder die Fußgängerzone für den Radverkehr freigibt. Und neuerdings dürfen jetzt auch E-Scooter dort gefahren werden. Das habe ich hier bereits dargelegt. Und sie dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, so wie Fahrräder auch, was schlichtweg unmöglich ist. und was sicher kein einziger E-Scooter-Fahrer länger als ein paar Meter durchhalten wird.  Die beiden E-Scooter auf dem Foto dürfen also auch künftig nicht durch die Fußgängerzone in der Stiftstraße (rund um die Königstraße) fahren, denn auch mit dem Fahrrad darf man das nicht. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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February 7, 2026 at 5:06 AM
Spielstraße ohne Spielerlaubnis
Spielstraße ohne Spielerlaubnis
In der Steinhausenstraße im Stuttgarter Westen stößt man, wenn man mit dem Fahrrad (oder Auto) kommt, auf blaue Kreise auf der Fahrbahn und Betonklötze am Straßenrand in der Kurve.  Quer über die Fahrbahn laufen vier türkisblaue Streifen. Und was ist das jetzt? Was soll mir das sagen? Hätte ich nicht in der Zeitung gelesen, dass es sich um um eine Maßnahme für "Mehr Platz zum Spielen" handelt, hätte ich nicht gewusst, was das ist. Denn es fehlt jegliche Beschilderung. Noch. Ich hoffe, die kommt bald. Und zwar, bevor Kinder draußen spielen wollen.   Eine Spielstraße ist das jedenfalls jetzt nicht, wie der Titel des Zeitungsberichts nahelegt: "Graue Betonklötze weisen auf Spielstraße hin" und später auch der Text: "In Stuttgart sind Spielstraßen immer noch eine Seltenheit. Die Stadtverwaltung hat daher bereits seit 2023 das Projekt „Mehr Platz zum Spielen“ ins Leben gerufen. Dabei können sich Anwohner melden und ihre Wünsche zur Einrichtung von Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten für Kinder auf Fahrbahnen anmelden. Nunmehr wurde die vierte Maßnahme in der Steinenhausenstraße im Stuttgarter Westen umgesetzt." >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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February 3, 2026 at 9:38 AM
Wieder neues E-Rad im Autolook
Wieder neues E-Rad im Autolook
Ein Startup in Norwegen baut ein Pedelec, das wie ein Miniauto aussieht. Es braucht keine Zulassung, denn es wird mit Pedalen und einem E-Motor angetrieben wie ein Fahrrad.  Es heißt TwoZero (warum auch immer), hat zwei Sitze, vier Räder und ein Dach und Stauraum. Es soll 6900 Euro kosten (etwa soviel wie ein Lastenfahrrad), hinzu kommt noch der Akku für 870 Euro, der extra versandt wird. Und weil Norwegen nicht in der EU ist, werden sicher auch Zölle fällig. Derzeit läuft eine Kickstarter-Camapagne für die Serienproduktion. Dabei besteht immer das Risiko, dass man für das gezahlte Geld auch gar nichts bekommt oder aber das Konto nicht belastet wird, wenn das Projekt nicht in Fertigung geht. so wie hier. In diesem Fall lasse ndie Unterstützenden noch auf sich warten. Es ist nicht der erste Versuch über das Pedelec die Form eines Autos zu stülpen und das Radfahren wetterfest zu machen und für Transporte von Passagieren oder Gepäck zu ertüchtigen. Auch wenn man solche Räder derzeit noch nicht auf unseren Straßen sieht, glaube ich, dass sie ein Aspekt des Radfahrens in der Zukunft darstellen: Geschlossen, wetterfest, stabil, ohne Zulassung und Führerschein zu fahren, also auch etwas für ältere Menschen, die unabhängig vom Auto mobil bleiben wollen.  Bei Regen und Schnee auch für alle praktisch, die Wetter nicht mögen, weil man nicht nass wird und auch nicht auf glatter Fahrbahn stürzt. Praktisch auch, weil das Teil Blinker hat.  Ab dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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February 1, 2026 at 4:32 AM
Immer noch keine Schneeketten fürs Fahrrad
Immer noch keine Schneeketten fürs Fahrrad
Immer wenn Schnee liegt, nehmen die Zugriffszahlen auf meinen Artikel von 2017 zu, der mit Schneeketten fürs Fahrrad überschrieben ist.  Damals habe ich danach gesucht, wie man Fahrradreifen für ein paar Schneetage ausrüsten kann, wenn man sich keine Spike-Reifen aufziehen lassen will, mit denen man dann die meiste Zeit im Winter auf Asphalt herumnagelt. Seitdem hat sich eigentlich nichts getan. Es gibt keine Schneeketten für Fahrräder im Handel zu kaufen, wenngleich es vielversprechende Erfindungen gegeben hat. Das Angebot von Slipnot bleibt für mich undurchsichtig. Die üblichen Onlinehändler bieten inzwischen Kabelbinder-Varianten für schmalere Reifen an, die teils mit Spikes versehen sind (etwa auch bei eBay). Und der Tipp, Kabelbinder zwischen den Speichen um die Reifen zu ziehen, existiert weiterhin. Der Vorteil, man bekommt vielleicht im Schnee und sogar auf Eis Gripp, allerdings nicht durchgehend, sondern eben nur alle paar Reifenzentimeter. Und man kann sie eben  nur verwenden, wenn man keine Felgenbremse, sondern Bremsscheiben hat. Das anbringen und dann wieder abmachen, dauert zudem einige Zeit. Das macht man nicht in einer Minute vor und nach der Fahrt.  Eigentlich schade, dass die Industrie nichts entwickelt. Allerdings erkenne auch ich, dass es nicht so einfach ist, für die unendlich vielen Varianten von Fahrradreifen eine Kette zu entwickeln, die man aufziehen kann und die dann auch noch unter die teils knapp bemessenen Schutzbleche passt. Die Winterradler von Oulu am Polarkreis fahren übrigens mit Spike-Reifen. Aber da liegt der Schnee ja auch Wochen  bis Monate lang. Einen Überblick über Spike-Reifen gibt es auf Fahrrad.de  Ab dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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January 26, 2026 at 6:56 AM
Morgen Podiumsdiskussion im Merlin über Fahrradstadt Stuttgart
Morgen Podiumsdiskussion im Merlin über Fahrradstadt Stuttgart
Der Zweirat lädt zu einer Bilanz über den Fortschritt des Ausbaus des Radverkehrs in Stuttgart. Der Zweirat hat einst Unterschriften für einen Radentscheid gesammelt. Daraus ist 2019 der Gemeinderatsbeschluss hervorgegangen, dass Stuttgart zur Fahrradstadt werden soll. In den beinahe sieben Jahren, die seitdem vergangen sind, hat sich durchaus was getan in Stuttgart, nicht nur an vielen Ecken, sondern auch an langen Strecken wie der Böblinger Straße zwischen Heslach und Vaihingen. Fünf Fahrradstraßen sind angelegt worden. Eine Zählung der Stadt (die ich nicht nachvollziehen kann) ergab, dass der Radverkehr aber nur von 8 auf 9 Prozent angestiegen ist. Zahlen von 2023 lagen bei 14 Prozent. Ziel ist aber 20 bis 25 Prozent Radverkehrsanteil am Modal Split in Stuttgart, und davon sind wir durchaus noch ein ganzes Stück entfernt. Wobei in der Innenstadt sehr viel mehr geradelt wird als in den Außenbezierken, auch und gerade jetzt im Winter. Wir, die wir viel Rad fahren, können uns denken warum nicht so viele Menschen aufs Rad steigen, die es gerne würden, aber sich nicht trauen: Die Radwege und Radstreifen sind nicht durchgängig angelegt, sie hören viel zu oft auf, wo es schwierig wird. Und das macht vor allem unerfahrenen Radler:innen Angst und hält sie davon ab, das Fahrrad selbstverständlich als Alltagsverkehrsmittel zu nutzen.  Im Merlin soll morgen, am Sonntag, dem 25. Januar um 15:30 Uhr darüber diskutiert werden, warum das alles nicht schneller geht und wie es schneller gehen könnte. Mit dabei ist unter anderen der scheidende Verkehrsminister Hermann, der sich durchaus unermüdlich für mehr Radverkehrsanlagen eingesetzt hat, aber immer wieder auch an dem politischen Unwillen der Städte (auch Stuttgarts) gescheitert ist. Der Eintritt ist frei.  Ab dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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January 24, 2026 at 4:49 AM
Jonas Marwein ist Stuttgarts Fahrradbotschafter
Jonas Marwein ist Stuttgarts Fahrradbotschafter
Bislang hatte Stuttgart einen Fahrradbeauftragten und dann eine Fahrradbeauftragte. Ich habe, als ich noch Stadträtin war, den Antrag gestellt, den Posten der Fahrradbotschafterin oder des Fahrradbotschafters zu schaffen. Sie oder er soll nicht nur das Thema Fahrrad gegenüber der Stadtverwaltung vertreten, sondern auch in die Stadtgesellschaft hinein wirken. Also gewissermaßen zwischen allen Stühlen sitzen und dennoch alle fürs Thema Fahrrad begeistern, so der Gedanke. Es hat etwas gedauert, bis der Gemeinderatsbeschluss umgesetzt wurde.  Seit Oktober ist diese Stelle nun mit Jonas Marwein besetzt.  Er hat sich inzwischen Vertreter:innen des ADFC vorgestellt und schriftlich auch dem Zweirat. Und auf der Plattform LinkedIn  schrieb er vor zwei Monaten: "Ich möchte Menschen in Stuttgart für das Radfahren begeistern und unsere Stadt gemeinsam gestalten. (...) Ich freue mich auf viele spannende Gespräche übers Radfahren, frische Impulse in der Radverkehrsplanung zu setzen und den Wandel zu einem nachhaltigen Stuttgart aktiv zu begleiten." Die Stadt Stuttgart  hat ihn auf ihrer eigenen Seite noch nicht vorgestellt. Wer auf der Stuttgartseite nach seinem Namen sucht, findet nichts, wer nach "Fahrradbotschafter" sucht, stößt immerhin auf eine Adresse und einen E-Mail-Adresse und erfährt, dass die Stelle beim Amt für Stadtplanung und Wohnen angesiedelt ist. Es gibt allerdings bereits einen Steckbrief (siehe Foto) der Stadt. Jonas Marwein besitzt Erfahrung mit Radverkehrsplanung und radelt selbst im Alltag, aber auch auf Radreisen und sportlichen Touren. Dass Stuttgarts Weg zu einer Fahrradstadt noch etliche Herausforderungen bereithält, ist im nach eigenen Angaben bewusst.  Ich wünsche ihm ein gutes Gelingen in dem sicher nicht einfachen Job und uns allen, er möge viel Erfolg haben.  Ab dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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January 20, 2026 at 6:24 AM
Wie schützt man eine Fahrradstraße vor illegalem Pkw-Verkehr?
Wie schützt man eine Fahrradstraße vor illegalem Pkw-Verkehr?
In Cannstatt an der Bahnhofstraße vor dem Bahnhof hat die Stadt einen Blitzer aufgestellt, der jedes Fahrzeug blitzt. Hinterher wird aussortiert, wer da fahren durfte - Busse, Taxis  und Lieferverkehr - und wer nicht.  Der private Autoverkehr darf hier nicht mehr lang fahren. Für ihn gibt es ein Durchfahrtsverbot. Weil die Polizei erwartete, dass die Autofahrenden das Verbot massenhaft missachten und man außerstande sei, da ununterbrochen Polizisten hinzustellen, die das Verbot durchsetzen, hat man sich entschlossen, einen Blitzer hinzustellen. Er blitzte zunächst praktisch ununterbrochen, weil Autofahrende sich nicht vorstellen konnten, dass das Durchfahrtverbot für sie auch tatsächlich gilt. Und zwar immer. Ende Dezember hat dann jemand das Glas des Blitzers eingeschlagen. Und zum Jahresende verlangte der Datenschutzbeauftragte, dass das Ding wegkommt, aus Datenschutzgründen. Er hat Stuttgart, wie auch Tübingen in einem ähnlichen Fall, einen langen Fragebogen geschickt, wie die Stuttgarter Zeitung (Bezahlschranke) berichtet. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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January 14, 2026 at 5:54 AM
Schwer zu deutende Anordnung
Schwer zu deutende Anordnung
Vor sieben Jahren habe ich schon mal über diese Stelle und deren Beschilderung geschrieben. Es hat sich nichts geändert und die Fragen bleiben dieselben.  Dieser Ampelmast mit seinen Verkehrszeichen steht an der Johannesstraße, wo es über die Schlossstraße geht. So sieht es an beiden Seiten der Einmündung Johannesstraße aus. Wir sehen einen Schildermast mit dem Vorfahrtachten-Schild und darüber dem Vorschriftszeichen "nach rechts abbiegen". Das heißt, alle, die hier fahren, müssen rechts abbiegen, sie dürfen weder geradeaus noch nach links fahren. Jetzt dürfen hier Radfahrende, Taxis und der Bus aber auch gerade aus fahren. Die Ausnahme wird aber nicht in einem Zusatzschild unter dem Rechtsfahrgebot geregelt. Es gibt vielmehr ein Geradeausfahrgebotsschild mit dem Zusatzzeichen "nur für Bus, Taxis und Fahrrad". An den Bahngleisen jenseits der Fahrbahn steht dann das Schild für "Busspur" mit einer Freigabe für Taxis und Fahrräder darunter.  Und jetzt stellt sich die Frage für uns Radfahrende, aber auch für Taxifahrende: Dürfen wir auch rechts abbiegen? Schließlich sehen wir den Geradeauspfeil (als Gebot) für uns, Taxis und den Bus. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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January 10, 2026 at 4:20 AM
Der unsichtbare Zebrastreifen für Kinder
Der unsichtbare Zebrastreifen für Kinder
In Österreich gibt es seit 2019 den unsichtbaren Zebrastreifen für Kinder. Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Autofahrende bremsen und anhalten müssen, wenn Kinder die Fahrbahn überqueren wollen. Immer und überall.  Im Paragraf 29a der StVO Österreichs heißt es: "(1) Vermag der Lenker eines Fahrzeuges zu erkennen, dass Kinder die Fahrbahn einzeln oder in Gruppen, sei es beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt, überqueren, so hat er ihnen das unbehinderte und ungefährdete Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Er hat zu diesem Zweck, falls erforderlich, vor den die Fahrbahn überquerenden Kindern anzuhalten." Zwar ist es eigentlich selbstverständlich, dass Autofahrende anhalten müssen, wenn Kinder eine Fahrbahn queren, denn über den Haufen fahren dürfen sie sie in keinem Fall. Allerdings definiert die neue Regelung ein Prinzip: Autofahrende müssen auf Kinder achten, die auf Gehwegen gehen, und zwar immer. Erkennen sie, dass Kinder (deren Alter wird nicht definiert), über die Straße gehen (wollen), egal ob dort ein Zebrastreifen ist oder eben nicht, dann müssen sie anhalten und die Kinder queren lassen, übrigens auch dann, wenn sie mit einem Erwachsenen unterwegs sind. Diese Regelung gilt immer und überall. Im Bereich von Schulen müssen Autofahrende sogar schon bremsbereit fahren, wenn noch gar keine Kinder zu sehen sind.  In Österreich nennt man das den unsichtbaren Zebrastreifen. In Deutschland kennt man das nicht. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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January 6, 2026 at 8:55 AM
Lust am Lärm
Lust am Lärm
Mir scheint, wir Menschen machen gerne Krach. Laubbläser, Motorsägen, Rasenmäher, Autos, Motorräder, Züge, Flugzeuge. Alles dröhnt. Junge Männer lassen die Motoren ihrer Autos extra aufheulen. Motorräder bullern laut durch die Nacht. Mopeds knattern. Und immer hängt das Rauschen des Verkehrs über dem Kessel oder das leise Tosen einer Autobahn über einer Landschaft. Dauerkrach macht krank, er belastet Herz und Kreislauf, weil er den Organismus in Gefahrenstress versetzt. In Südtirol üben die Massen an Motorradtouristen und Sportwagenfahrenden regelrecht Lärmterror aus, und auch bei uns im Schwarzwald ist das der Fall. Krach kann aber auch eine heilsame Wirkung haben. Vor allem dann, wenn wir ihn selber und gemeinsam mit anderen machen, etwa Silvesterfeurwerk, bei Fußballspielen, in der Fastnacht, auf Konzerten oder beim Auto-Posen. Entscheidend ist das Gemeinschaftsgefühl, dann ist Krachmachen ein Lustfaktor, der die gute Laune schafft. Viele von uns scheinen jedenfalls laute Geräusche (insbesondere überlaute Musik) zu mögen. Was wir weniger mögen, ist, wenn andere Krach machen. Wenn es uns nicht als bedrohlich erscheint, so steigert es den Ärger und verhindert, dass wir nachts schlafen können. Und manche mögen übrigens ausgerechnet den Lärm nicht, den Kinder beim Spielen draußen machen. Warum aber machen wir so gern Krach? >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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January 5, 2026 at 6:22 AM
Reposted by Christine Lehmann
#Radparade♥️ Berlin am 16. Juni 2024:
30 Stunden unermüdlich, weil in wechselnden „Schichten“: für #Tempo30 und die #VisionZero
👉 Tempo 30 ist nicht mehr aufzuhalten, fragt sich nur, wann es laut StVO endlich umfassend angeordnet werden kann.

#adfc #respectcyclists #changingcities #criticalmsss
January 3, 2026 at 10:59 AM
Ein gutes, frohes, gesundes und friedliches Jahr wünsche ich euch allen. #zeichnung.
January 3, 2026 at 9:27 AM
Im Auto spiegelt sich die Stadt. #zeichung Alte Weinsteige. Stuttgart
December 30, 2025 at 6:15 PM
E-Scooter werden im Straßenverkehr Fahrrädern gleich gestellt
E-Scooter werden im Straßenverkehr Fahrrädern gleich gestellt
Das bedeutet, dass man auf E-Scootern ebenso wie mit dem Fahrrad in Gegenrichtung in Einbahnstraßen reinfahren darf, wenn sie fürs Fahrrad freigegeben sind. Und man darf freigegebene Gehwege benutzen.  Dem stimmte der Bundesrat kurz vor Jahresende noch zu. Das Gesetz legalisiert im Grunde, was bislang auch schon Usus war: das E-Scooter-Fahren auf freigegebenen Gehwegen (beispielsweise auf dem Neckardamm) und das Abstellen der Dinger auf Gehwegen. Dass es eigentlich darum geht, den sogenannten Wildwuchs beim Abstellen von E-Scootern zu beseitigen, klingt fast ein wenig alibimäßig.  Bislang waren E-Scooter Fahrzeuge, die ohne Muskelkraft gefahren werden und wie Autos auf die Fahrbahn gehörten und nirgendwohin sonst, übrigens auch, wenn sie abgestellt wurden. Sie standen allerdings immer schon auf Gehwegen herum, oft als Stolperfallen oder so, dass Menschen mit Kinderwagen oder in Rollstühlen nicht an ihnen vorbeikommen. Jetzt dürfen sie, wie Fahrräder auch, auf dem Gehweg abgestellt werden, allerdings ebenfalls nur so, dass sie keine Menschen zu Fuß oder in Rollstühlen behindern.  Doch das Bereitstellen der vielen E-Scooter durch die Verleih.Firmen auf Gehwegen ist kein legales Parken mehr. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.
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December 30, 2025 at 8:46 AM