Marcel Fratzscher
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Marcel Fratzscher
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President of DIW Berlin and Professor for Macroeconomics at Humboldt University.
Economist, author, and columnist for Die Zeit: https://www.zeit.de/serie/fratzschers-verteilungsfragen

Marcel Fratzscher is a German economist and professor at Humboldt-University of Berlin. Since February 2013 he has been president of the Berlin-based economic research institute DIW Berlin. He was previously head of International Policy Analysis at the European Central Bank. He also teaches International Finance in the Ph.D. programme in Economics at Goethe University Frankfurt. .. more

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Ich freue mich über das Interview mit Der Spiegel zu meinem neuen Buch „Nach uns die Zukunft - Ein neuer #Generationenvertrag für Freiheit, Sicherheit und Chancen“, das am 29. August erscheinen wird:

www.spiegel.de/wirtschaft/m...
(S+) Ökonom: »Wir sollten ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentner einführen«
Der Ökonom Marcel Fratzscher warnt: Die Babyboomer haben den Generationenvertrag gebrochen und wollen die Kosten auf die Jungen abwälzen. Er verlangt neue Gesetze, um die Alten stärker in die Pflicht ...
www.spiegel.de

Reposted by Marcel Fratzscher

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Politische Weitsicht heißt: gezielt in Bildung investieren – statt Ängste zu schüren. Das stärkt sozialen Zusammenhalt, hilft gegen Fachkräftemangel und macht unsere Gesellschaft resilienter. Bildung ist die beste Investition, die wir tätigen können.

Geflüchtete tragen heute bereits erheblich zur Wirtschaft bei. Aber ihr Potenzial wird zu wenig genutzt, weil strukturelle Hürden Zugang und Aufstieg blockieren – vom Anerkennungsverfahren bis zur Kita-Gebühr.

Frühkindliche Bildung zahlt sich volkswirtschaftlich am meisten aus. Je früher wir Sprach- und Bildungszugang sichern, desto größer der Beitrag zur Produktivität, sozialen Teilhabe und Innovation. Niemand sollte aufgrund des Aufenthaltsstatus abgeschnitten bleiben.

Wir geben Milliarden für Grenzschutz und Abschreckung aus, während wir an Sprachkursen, Kitaplätzen und beruflicher Bildung sparen. Das ist kein soziales Schicksal, sondern eine politische Entscheidung – mit hohen ökonomischen Kosten.

Bildung ist der Schlüssel zur Integration und Armutsbekämpfung – doch Deutschland vergeudet wichtige Talente. Mehr als zwei Drittel der 3,3 Mio. Geflüchteten sind arm und viele bleiben Jahre strukturell ausgeschlossen. Investitionen in Bildung wären sinnvoll und hochrentabel.

Die Talente von Geflüchteten zu vergeuden, ist irrational und teuer

Mehr als zwei Drittel der 3,3 Millionen #Geflüchtete in Deutschland sind arm. Besonders sinnvoll wäre #Bildung, die #Armut verhindert. Doch diese Investition fehlt.

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Meine neue Kolumne bei Die Zeit:

www.zeit.de/wirtschaft/2...
Bildung für Geflüchtete: Die Talente von Geflüchteten zu vergeuden, ist irrational und teuer
Mehr als zwei Drittel der 3,3 Millionen Geflüchteten in Deutschland sind arm. Besonders renditestark wäre Bildung, die Armut verhindert. Doch diese Investition fehlt.
www.zeit.de

Daher sollte die EZB klar kommunizieren, dass sie gewillt und fähig ist, schnell und flexibel zu handeln. Ich gehe davon aus, dass der nächste Zinsschritt noch in diesem Jahr eine weitere Senkung des Leitzinses sein wird.

Die EZB muss daher sorgfältig zwischen langfristigen strukturellen Problemen und kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen unterscheiden. Es zeichnet sich ab, dass die strukturellen Schwächen der europäischen Wirtschaft noch länger bestehen bleiben werden.

Eine Aufwertung des Euro würde diesen Trend noch verstärken und vor allem deutschen Exporteuren zusätzlich schaden. Gleichzeitig könnten Strafzölle und steigende Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen die Preise wieder deutlich steigen lassen.

Momentan liegt die Inflationsrate deutlich unter dem EZB-Ziel der Preisstabilität. Die anhaltende wirtschaftliche Schwäche im Euroraum – besonders in Deutschland – könnte in diesem Jahr zu weiter fallenden Inflationsraten und einem klaren Verfehlen des Inflationsziels führen.

Auch wenn die EZB ihre Leitzinsen erneut unverändert lässt, muss sie jetzt signalisieren, dass sie flexibel bleibt.

Die Europäische Zentralbank (#EZB) steckt derzeit in einem Dilemma: Die schwache Wirtschaft im Euroraum könnte die #Inflation zu stark drücken, während geopolitische und geoökonomische Konflikte den gegenteiligen Effekt haben und die Inflation wieder anheizen könnten.

Der nächste Zinsschritt wird eine Leitzinssenkung sein

Meine Einschätzung zur EZB Entscheidung:

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Nach wie vor kommt die Antriebswende im Straßenverkehr zu langsam voran. Mehr Tempo erfordert eine klare Priorisierung von Batteriefahrzeugen und die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen.
🔗Neue DIW-Studie von @wpschill.bsky.social auf Basis des #OpenEnergyTracker: www.diw.de/de/diw_01.c....
In Deutschland fahren derzeit rund 2 Mio. reine E-Autos – das entspricht etwa 4% der Gesamtflotte. Auch wenn zuletzt wieder mehr E-Autos zugelassen wurden, entwickelt sich die E-Mobilität im mehrjährigen Trend nur schleppend.🧵(1/9)
🔗Zur Studie von @wpschill.bsky.social: www.diw.de/de/diw_01.c....

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In Deutschland fahren derzeit rund 2 Mio. reine E-Autos – das entspricht etwa 4% der Gesamtflotte. Auch wenn zuletzt wieder mehr E-Autos zugelassen wurden, entwickelt sich die E-Mobilität im mehrjährigen Trend nur schleppend.🧵(1/9)
🔗Zur Studie von @wpschill.bsky.social: www.diw.de/de/diw_01.c....

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Und: Die Vorschläge sind nicht seriös gegenfinanziert. Ohne klare Finanzierung führen sie zu höheren Defiziten – und am Ende zu noch härteren Einschnitten. Ein tragfähiger Sozialstaat braucht Reformen, aber er braucht sie sozial ausgewogen und fiskalisch klug.

Besonders problematisch sind die vorgeschlagenen Steuersenkungen, die vor allem Spitzenverdiener entlasten. Sie erhöhen Ungleichheit und soziale Polarisierung – und widersprechen einer Politik mit Fokus auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.

Wer notwendige Leistungen aus der solidarischen Absicherung drängt, riskiert schlechtere Gesundheitschancen, geringere Erwerbsfähigkeit und langfristig höhere gesellschaftliche Kosten.

Doch genau hier endet die Stärke des Konzepts. Viele Instrumente verschärfen soziale #Ungleichheit. Kürzungen oder Privatisierungen bei Gesundheit und Pflege treffen vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen.