Gustav-Landauer-Bibliothek Witten
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Gustav-Landauer-Bibliothek Witten
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Die Gustav-Landauer-Bibliothek Witten (GLBW) ist eine Spezialbibliothek in Witten.

The Gustav Landauer Library Witten (German: Gustav-Landauer-Bibliothek Witten […]

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Neue Folge! Wir sprechen über die wendungsreiche Karriere eines deutschen Revolutionärs in den USA – Carl Schurz.

https://www.geschichte.fm/archiv/gag499/
GAG499: Die wendungsreiche Karriere eines deutschen Revolutionärs in den USA - Geschichten aus der Geschichte
Eine Geschichte über Carl Schurz
www.geschichte.fm
April 16, 2025 at 8:08 AM
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Mittwoch! Wir sprechen diese Woche über Grimoires. Zauberbücher, die jahrhundertelang geschrieben, kopiert, gedruckt und verbreitet wurden, und selbst heute noch ihre ganz eigene magische Wirkung entfalten. 🪄

https://www.geschichte.fm/archiv/gag498/
GAG498: Eine kleine Geschichte des Grimoires - Geschichten aus der Geschichte
Eine Geschichte über die Bedeutung von Zauberbüchern
www.geschichte.fm
April 9, 2025 at 8:27 AM
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The Empty Library memorial, to remember the book burnings done by Nazis. In Berlin, Germany.
April 6, 2025 at 7:59 PM
📘️Siegbert Wolf: **Gustav Landauer als jüdischer Intellektueller?**

Die hier anzuzeigende Veröffentlichung über den libertären Kulturphilosophen, Schriftsteller, Theatermacher, Übersetzer, Antimilitarist und Initiator zahlreicher anarchistischer Projekte Gustav Landauer (1870-1919) ist auf die […]
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April 8, 2025 at 1:23 PM
📻️⌛️WDR Zeitzeichen: Ein Vulkanausbruch, Schauergeschichten und – das Fahrrad🌋️👻️🚲️

Zehntausende Menschen reißt der Ausbruch des Vulkans Tambora Anfang April 1815 in den Tod. Das folgende Jahr geht nicht nur als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein.

Die Folgen des Vulkanausbruchs 1815 […]
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April 5, 2025 at 1:58 PM
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#gwr498
Die #graswurzelrevolution Nr. 498 (April 2025) bekommt Ihr im Bahnhofskiosk, Buchladen, in Infoläden, linken Kneipen & Zentren oder - am besten - direkt bei: https://www.graswurzel.net/gwr/service/abo/
#anarchie #Zeitung
March 31, 2025 at 12:35 PM
📘️Neuerwerbung der Gustav-Landauer-Bibliothek Witten:

Frederik Fuß (Hrsg.):

**Anarchistische Scheidewege**

_Zum Verhältnis von Anarchismus und Antisemitismus_

Der 7. Oktober 2023 markiert eine Zäsur. Der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit der Shoa geht in seiner Bedeutung und den […]
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March 26, 2025 at 2:40 PM
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Ukraine’s clandestine book club defies Russia’s push to rewrite history

https://www.theguardian.com/world/2025/mar/22/ukraine-clandestine-book-club-defies-russia-push-rewrite-history

Risking discovery and even prison, teenage readers meet in secret to […]

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March 23, 2025 at 9:05 AM
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Die Zeit der Pariser #commune 1871 stellt den Beweis für ein Stück verwirklichter Utopie dar. Zum Jahrestag heute: #LouiseMichel lesen! Die Kommunardin prägte den sozialistischen Feminismus wie die Geschichte Frankreichs. Von der Mitgründerin einer […]

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March 18, 2025 at 2:19 PM
📺️ ARTE: Mit offenen Augen 👀️

Luigi Mangione: Der Rächer der Erkrankten?

Am 4. Dezember 2024 wurde der Chef des größten Krankenversicherungskonzerns der USA in Manhattan ermordet. Ein Tag später wird ein Fahndungsfoto des Tatverdächtigen veröffentlicht und Social Media feiert Luigi […]
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February 27, 2025 at 1:55 PM
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Blick in die #gwr496 – Februar 2025

In der neuen Ausgabe ermöglichen wir Euch wieder einen Blick über den europäischen Tellerrand. Ein Schwerpunkt sind die internationalen Berichte zu den Ereignissen in Südkorea von Lou Marin, den Kriegen im Nahen Osten und der […]

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February 6, 2025 at 3:17 PM
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Hoffnung in hoffnungslosen Zeiten?
<div class="entry-intro"> <p>Der irisch-mexikanische Politikwissenschaftler John Holloway (* 1947) lehrt seit 1993 an der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla (BUAP) in Puebla/Mexiko. In seinen Büchern greift er u. a. auf unorthodox-neomarxistische und anarchistische Theorieansätze zurück und entwickelt sie weiter <a name="ref1"></a><a class="footnoteReferer" href="https://www.graswurzel.net/gwr/2024/12/hoffnung-in-hoffnungslosen-zeiten/#fn1">(1)</a>. Großen Einfluss auf ihn hat die zapatistische Bewegung in Mexiko, deren Ablehnung der staatlichen Macht und ihr Verständnis von Theorie, das sich in dem Satz „Fragend schreiten wir voran“ zusammenfassen lässt. Am 8. November 2024 stellte er sein neues Buch „Hope in Hopeless Times“ im Centro Indígena de Capacitación Integral – Universidad de la Tierra (CIDECI-Unitierra) in San Cristóbal de las Casas vor. Das CIDECI-Unitierra ist ein alternatives Bildungszentrum, das darauf ausgerichtet ist, indigene Gemeinschaften zu unterstützen und zu stärken, mit einem besonderen Fokus auf die Förderung von Autonomie und Selbstbestimmung. Die Veranstaltung beinhaltete eine lebhafte Diskussion zwischen Holloway, dem Publikum und einem Panel, zu dem Rocío Martínez, Jérôme Baschet und Juan López gehörten (GWR-Red.).</p> </div> <p><strong>Graswurzelrevolution (GWR): John, könntest du kurz erklären, worum es in deinem neuen Buch geht und warum es dir wichtig war, es im CIDECI in San Cristóbal de las Casas vorzustellen?</strong></p> <p><strong>John Holloway:</strong> Das Buch ist das dritte in einer Reihe, die versucht, über die Bedeutung von Revolution heute nachzudenken – und darüber, ob es überhaupt noch möglich ist, von Revolution zu sprechen. Das erste Buch, „Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen“, erschien 2002 und argumentierte, dass der zentrale Grund für das Scheitern der Revolutionen des 20. Jahrhunderts darin lag, dass sie sich auf den Staat und die Machtübernahme konzentrierten. Es ist dringender denn je, den Kapitalismus zu brechen, aber das kann nicht über den Staat geschehen. Die offensichtliche Frage ist dann: „Ja, aber wie?“<br/> Im zweiten Buch, „Kapitalismus aufbrechen“, schlug ich vor, Revolution durch die Schaffung von Rissen in der kapitalistischen Herrschaft zu denken – durch das Erkennen, Schaffen, Erweitern, Multiplizieren und Zusammenführen von Rissen. Diese Risse sind Räume oder Momente, in denen wir Nein zur Logik des Geldes sagen und gesellschaftliche Verhältnisse auf einer anderen Grundlage schaffen. Solche Risse gibt es überall – große (wie die Zapatistas oder Rojava) und kleine (alle Arten von Widerständen, Kooperationsprojekten und Versuchen, andere Lebensweisen zu schaffen). Diese Risse sind immer widersprüchlich, weil wir in einer Welt leben, die vom Kapital geformt ist. Aber sie sind allesamt Vorstöße in Richtung einer anderen Welt – sie sind Widerstände und Rebellionen.<br/> Dieses dritte Buch, „Hoffnung in hoffnungslosen Zeiten“, ist die „Enkelin“ von „Verändern“ und die „Tochter“ des „Risses“. Es entstand in einem düstereren Kontext, in dem revolutionäre Hoffnung schwieriger geworden ist. Die „Hoffnung“ schlägt einen etwas anderen Weg ein. Statt sich nur auf unsere Kämpfe zu konzentrieren, fragt sie, ob es möglich ist, in unseren Kämpfen eine wachsende Schwäche oder Fragilität des Kapitals zu erkennen.<br/> Geld ist der Feind der Hoffnung, Geld ist der Feind des Lebens selbst. Hoffnung zeigt, dass unsere Widerstände-und-Rebellionen – auch wenn es nicht so scheint – das Geld in eine zunehmend fiktive Existenz drängen, nämlich durch die Ausweitung der Verschuldung. Wir haben das Kapital in eine Situation großer Fragilität gebracht, was sowohl beängstigend als auch hoffnungsvoll für uns ist.<br/> Warum war die Präsentation im CIDECI so wichtig für mich? Weil das CIDECI eng mit den Zapatistas und anderen wichtigen Kämpfen verbunden ist.</p> <p><strong>GWR: In deinem Vortrag im CIDECI und in deinem Buch beziehst du dich auf europäische Philosophen wie Ernst Bloch (Das Prinzip Hoffnung) und die Frankfurter Schule. Siehst du Herausforderungen oder Stärken darin, diese europäischen Ontologie auf den globalen Süden anzuwenden, insbesondere im Kontext des zapatistischen Aufstands?</strong></p> <p><strong>John Holloway:</strong> Ich glaube nicht, dass wir die Welt in Form von territorialen Abgrenzungen betrachten sollten. Die kapitalistische Welt ist eine Welt des Klassenkampfes, eine Welt, in der die Herrschaft des Geldes, die Herrschaft des Kapitals uns täglich angreift und uns in den Untergang zu treiben droht. Die Zukunft der Menschheit hängt davon ab, ob wir in der Lage sind, die Organisation der Gesellschaft auf der Grundlage des Warentausches zu brechen und etwas anderes zu schaffen. Es ist ein globaler Kampf, wie die Zapatistas immer wieder betont haben. Menschen wie Ernst Bloch waren in diesem Kampf wichtige Inspirationen.</p> <p><strong>Wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du dich entschieden gegen Identitätspolitik ausgesprochen und plädierst stattdessen für eine Politik, die das Geld und die Tauschlogik des Kapitalismus infrage stellt. Ist das korrekt? Und wie verhält sich das zu indigenen Identitäten sowie dem Wissen und den Praktiken der Maya, die im Zentrum der zapatistischen Bewegung stehen und vielen in den letzten Jahren Hoffnung gegeben haben?</strong></p> <p><strong>John Holloway:</strong> Identität schließt uns ein, definiert uns. Wir sind Indigene, Deutsche, Frauen, Trans, Anarchist*innen oder was auch immer. Jede Identitätserklärung setzt ein Etikett auf uns – oder auf andere. Wir sperren uns in ein Bild ein. Widerstand-Rebellion-Revolution überschreitet und durchbricht Labels und drängt in-gegen-und-jenseits des Identitären. Die Zapatistas waren von Anfang an sehr anti-identitär. Sie sagen: „Wir sind Indigene, stolz auf unser Erbe, und mehr als das: Unser Kampf gilt der gesamten Menschheit. Unser Kampf ist für das Leben gegen das Geld, das heißt, für das Leben gegen den Tod.“</p> <blockquote> <p style="text-align: right;"><em><strong>Es ist dringender denn je, den Kapitalismus zu brechen, aber das kann nicht über den Staat geschehen. Die offensichtliche Frage ist dann: „Ja, aber wie?“</strong></em></p> </blockquote> <p>Jede Politik, die innerhalb einer Identität verbleibt, ohne überzufließen <a name="ref2"></a><a class="footnoteReferer" href="https://www.graswurzel.net/gwr/2024/12/hoffnung-in-hoffnungslosen-zeiten/#fn2">(2)</a>, trägt zur Reproduktion kapitalistischer Unterdrückung bei. Der Aufstieg der Rechten ist nichts anderes als die Identifikation mit Wut, das Etikettieren von „anderen“ als Feinde.</p> <p><strong>Wie hängt der Kampf gegen den Kapitalismus mit dem Kampf für etwas Neues zusammen? Oft scheint der Fokus auf dem Widerstand gegen etwas zu liegen, anstatt für etwas zu kämpfen. Welche Rolle spielt eine positive Vision oder Utopie in deinem Buch und für dich persönlich?</strong></p> <p><strong>John Holloway</strong>: Der Kapitalismus ist eine spezifische Form sozialer Kohäsion, die Menschen im Wesentlichen durch den Austausch von Waren und Geld zusammenbringt. Er bringt die Menschen auf eine Art und Weise zusammen, die uns buchstäblich zerstört. Den Kapitalismus zu überwinden bedeutet zwangsläufig, andere Formen des sozialen Miteinanders und andere Formen der Verbindung menschlicher Aktivitäten zu entwickeln. Während der Kapitalismus eine totalisierende Gesellschaft ist, die alle Aktivitäten einer einzigen Logik unterwirft (der Logik von Arbeit-Geld-Profit-Kapital), wollen wir eine Welt schaffen, die nicht auf die gleiche Weise totalisiert, die keine einheitliche Logik aufzwingt, sondern Selbstbestimmung auf vielen Ebenen erlaubt. Eine Welt vieler Welten, wie die Zapatistas sagen.</p> <p><strong>Für viele sind Hoffnung und Utopie Begriffe, die mit der Zukunft verbunden sind. Wie beziehen sie sich auf die Vergangenheit, und warum ist diese Verbindung wichtig?</strong></p> <p><strong>John Holloway</strong>: Hoffnung ist eine Bewegung in-gegen-und-jenseits-von. Wir bewegen uns vom Dasein in der Welt zum Drängen gegen-und-jenseits-von. Das ist Geschichte, das ist Klassenkampf, das ist, woher wir kommen, und wohin wir gehen. Das ist unser kreativer Reichtum. Utopie ist kein fester Ort, den wir erreichen können; sie ist ein Überfließen, ein Drängen in-gegen-und-jenseits-von. Das Kapital versucht, uns einzuschränken – durch die Gewalt des Geldes, der physischen Gewalt, der Bildung –, aber wir drängen weiter, überfließen Grenzen.</p> <p><strong>Als jemand, der in der Klima-
gerechtigkeitsbewegung aktiv ist, scheint mir im Moment etwas zu fehlen. Vor fünf Jahren fühlte ich mich anders. Ich finde mich zunehmend bei Konzepten wie sozialer Revolution und dem zapatistischen Spruch „Wir müssen langsam gehen, denn wir haben einen weiten Weg vor uns“ wieder. Doch im Kampf gegen die Klimakrise haben wir nicht viel Zeit. Wie, denkst du, beeinflusst die Hoffnung unsere Theorien des Wandels?</strong></p> <p><strong>John Holloway</strong>: Vielleicht fehlt ein Überfließen, ein weiterführendes Drängen. „Klimagerechtigkeitsbewegung“ ist ein schrecklicher Name, oder? Es geht nicht um Gerechtigkeit, und es geht nicht nur um fossile Brennstoffe. Es geht darum, eine Form der gesellschaftlichen Organisation zu brechen, die die Umweltgrundlagen der menschlichen Existenz zerstört. Natürlich geht es um soziale Revolution. Das Problem ist, dass „soziale Revolution“ allein zu abstrakt klingt. Alle Kämpfe sind konkrete Kämpfe, Kämpfe um konkrete Themen – und das muss so sein. Aber wir brauchen die Fähigkeit, darüber hinauszugehen. Wir müssen sagen: „Wir müssen den Tagebau bei Lützerath stoppen (zum Beispiel), aber wir müssen weitergehen. Wir müssen aufhören, fossile Brennstoffe zu nutzen, aber wir müssen weitergehen. Wir müssen eine Entwicklung stoppen, die auf der Jagd nach Profit basiert. Wir müssen den Kapitalismus brechen und andere Beziehungsweisen schaffen.“<br/> Ich denke an eine „P.S.-Politik“. Wir müssen die lokale Biodiversität schützen, das Aussterben so vieler Lebensformen verhindern – und P.S.: Das bedeutet, dass wir die Beziehung zwischen Menschen und anderen Lebensformen ändern müssen – und P.S.: Das bedeutet, dass wir die Organisation der menschlichen Gesellschaft ändern müssen – und P. S.: Das bedeutet, dass wir den Kapitalismus abschaffen und eine kommunisierende Gesellschaft schaffen müssen. Dieses „P.S.“ ist ein „Und außerdem“, ein Überfließen. Wie viele Menschen, die den ersten Teil des Satzes akzeptieren („Wir müssen die lokale Biodiversität schützen“), werden mit dem letzten Teil übereinstimmen („Wir müssen den Kapitalismus abschaffen und eine kommunisierende Gesellschaft schaffen“)? Wir wissen es nicht: vielleicht sehr wenige, vielleicht sehr viele. Es ist ein Überfließen, das wir artikulieren müssen – nicht, indem wir mit der Schlussfolgerung beginnen („Wir brauchen eine soziale Revolution“), und nicht, indem wir diejenigen, die am Anfang stehen („Biodiversität schützen“), als Reformist:innen abtun.<br/> Zur Spannung zwischen dem zapatistischen „Wir gehen langsam, denn wir haben einen weiten Weg vor uns“ und der Dringlichkeit, den Kapitalismus zu zerstören, bevor er uns zerstört, weiß ich keine Antwort. Es ist eine schwierige Frage. Im Englischen gibt es das Sprichwort: „More haste, less speed“ (Eile mit Weile). Vielleicht ist das die Antwort.</p> <p><strong>Möchtest du noch etwas hinzufügen? Und wird das Buch auch auf Deutsch erscheinen?</strong></p> <p><strong>John Holloway:</strong> Ja, das Buch wird 2025 im Mandelbaum Verlag in Wien veröffentlicht. Es wird bereits von meinem Freund Lars Stubbe übersetzt, sodass es bestimmt besser wird als das englische Original.</p> <p>Danke für das Interview und auch für die Hilfe bei der Übersetzung an Lars.</p> <div class="footnotes"> <small> </small><p><a name="fn1"></a><a class="footnoteBacklink" href="https://www.graswurzel.net/gwr/2024/12/hoffnung-in-hoffnungslosen-zeiten/#ref1">(1)</a> Siehe dazu auch die John Holloway-Interviews und Artikel in der GWR: https://www.graswurzel.net/gwr/?s=John+Holloway<br/> <a name="fn2"></a><a class="footnoteBacklink" href="https://www.graswurzel.net/gwr/2024/12/hoffnung-in-hoffnungslosen-zeiten/#ref2">(2)</a> Anmerkung Lars Stubbe: Overflowing, das Überfließen, steht in Holloways Interpretation für die Verkörperung der Hegelschen ”reinen Unruhe des Lebens”, nämlich, dass das Leben nicht in kapitalistische oder andere Formen der Unterdrückung eingehegt werden kann, und ihm deswegen die Hoffnung auf eine Befreiung innewohnt.</p> </div> <div class="footnotes"> <small> <div class="footnotes"> <p><small><strong>Dies ist ein Beitrag aus der aktuellen Ausgabe der Graswurzelrevolution. Schnupperabos zum Kennenlernen gibt es <em><a href="https://www.graswurzel.net/gwr/2023/10/2020/08/2020/08/service/schnupperabo/">hier.</a></em></strong></small></p> <h6><small><strong>Wir freuen uns auch über Spenden auf unser <a href="https://www.graswurzel.net/gwr/spenden/">Spendenkonto</a>.</strong></small></h6> </div> </small> </div> <p class="entry-tags"> </p>
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February 3, 2025 at 12:27 PM
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Graue Wölfe
<div class="entry-intro"> <p>In der Türkei etabliert sich seit Jahrzehnten als Verbündeter der AKP-Regierung eine rechtsextreme Bewegung, die auch in Deutschland Verbreitung findet: die Grauen Wölfe.</p> </div> <p>Von Fußballstadien bis zu Moscheegemeinden, von Fanmeilen bis zu politischen Versammlungen – die extrem rechte „Ülkücü“-Bewegung zeigt ihre Präsenz auf vielfältige Weise. Ihr Einfluss reicht von der MHP (Partei der Nationalistischen Bewegung), einer neo-faschistischen Massenpartei in der Türkei, bis hin zu neuen rechtsextremen Gruppierungen wie der BBP (Große Einheitspartei), der İYİ- (Gute Partei) und der Zafer-Partei (Partei des Sieges), die ihre ideologischen Wurzeln bis nach Deutschland tragen. Was bedeutet das in der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen des Rechtsextremismus in der Postmigrationsgesellschaft Deutschland? Ein Blick auf Strukturen, Ideologien und Strategien dieser Bewegung, die hierzulande immer mehr öffentlich auftreten.</p> <p>Historische und aktuelle Wurzeln<br/> des türkischen Rechtsextremismus</p> <p>Die MHP entstand in den 1960er Jahren aus ihrer Vorgängerpartei, der Republikanischen Nationalen Bauernpartei (CKMP – Cumhuriyetçi Köylü Millet Partisi), und wurde zur faschistischen Massen- und Aktionspartei. Nach dem Militärputsch vom 27. Mai 1960, bei dem die national-konservative Regierung der Demokratischen Partei (DP) unter Adnan Menderes gestürzt wurde, gewann der Offizier Alparslan Türkeş innerhalb der politischen Szene an Bedeutung. Türkeş, der für seine turanistischen Ideen bekannt war, trat 1964 der CKMP bei und setzte 1969 deren Umbenennung in MHP durch.<br/> Die Partei änderte ihre Fahne zu drei auf den Rücken gekehrten Halbmondsymbolen auf rotem Hintergrund, was die nationale und islamische Symbolik betonte. In den 1960er und 1970er Jahren radikalisierte sich die Bewegung stark. Türkeş formulierte eine Strategie der „drei Stufen“: Eroberung der Straßen, des Staates und des Parlaments. Unter dem Namen „Graue Wölfe“ wurden paramilitärische Jugendgruppen aufgebaut, die zahlreiche gewaltsame Anschläge auf sozialistische, kurdische, alevitische und andere progressive Gruppen verübten, darunter Pogrome in Kahramanmaraş (1978), Çorum (1980), Sivas (1993) und Gazi/Istanbul (1995).<br/> Die MHP erzielte in den 1970er Jahren parlamentarische Erfolge und war Teil von Koalitionsregierungen der „Nationalistischen Front“. Nach dem Militärputsch von 1980, der alle Parteien verbot, reorganisierte sich die MHP unter dem Namen Partei der Nationalistischen Arbeit (MÇP) und nahm 1992 ihren ursprünglichen Namen wieder an. 1993 spaltete sich die Große Einheitspartei (BBP) von der MHP ab. Die BBP, eine extrem nationalistische und islamisch orientierte Partei, wird für Anschläge wie die Ermordung Hrant Dinks (2007) und christlicher Geistlicher verantwortlich gemacht. Ihr langjähriger Führer, Muhsin Yazıcıoğlu, verstarb 2009 bei einem mysteriösen Hubschrauberabsturz.<br/> Die Kurdenfrage und der Konflikt mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verschärften in den 1990er Jahren die nationalistische Wende in der türkischen Politik, was der MHP unter ihrem neuen Vorsitzenden Devlet Bahçeli eine Schlüsselrolle einbrachte. Unter Bahçelis Führung moderierte die Partei ihr Auftreten, was ihr breitere Wählerunterstützung brachte. Seit 2015 ist sie ein enger Verbündeter der AKP-Regierung unter Recep Tayyip Erdoğan.<br/> Die „Gute Partei“ (İYİ) entstand 2017 aus einer Abspaltung von der MHP. Gegründet von Meral Akşener, vertritt sie konservativ-nationalistische Positionen. 2021 spaltete sich wiederum die Partei des Sieges (Zafer Partisi) unter Führung von Ümit Özdağ von der İYİ ab. Özdağ ist bekannt für seine nationalistische Rhetorik, insbesondere gegen Geflüchtete. Nach den Kommunalwahlen 2024, bei denen die İYİ Partei deutliche Verluste hinnehmen musste, trat Akşener am 27. April 2024 nach einem außerordentlichen Parteitag als Vorsitzende zurück.</p> <p><strong>Ideologische Ziele des türkischen Rechtsextremismus</strong></p> <p>Das ideologische Ziel der „Ülkücü“-Bewegung ist die großmachtpolitische Vorstellung des Turanismus, die auf die Einheit aller Turkvölker im Staat Turan innerhalb der Grenzen des ehemaligen Osmanischen Reichs abzielt. Dieses Vorhaben geht mit einem radikalen und übersteigerten Rechtsnationalismus einher, der das sogenannte Türkentum als politisch, territorial, kulturell und völkisch überlegen darstellt. Daraus resultiert die Abwertung und Bekämpfung ethnisch-religiöser Minoritäten wie Armenier:in-nen, Kurd:innen, Alevit:innen, Ezid:innen, Assyrer:innen, Jü-dinnen und Juden sowie politischer Gegnerinnen wie Linke, Gewerkschafter:innen und So-zialist:innen.<br/> Auch wenn innerhalb der Grauen Wölfe aus taktischen Gründen eine offene rassistische Position ausgeblendet oder häufig geleugnet wird, bildet der Rassismus einen zentralen Pfeiler der MHP-Ideologie. Er richtet sich vor allem gegen ethnisch-religiöse Minoritäten im Lande. Nihal Atsız, ein Vordenker der Grauen Wölfe, hat die wichtigsten Elemente des Turkismus vor mehr als 60 Jahren wie folgt formuliert: „Ein Türke glaubt an die Überlegenheit der türkischen Rasse, schätzt deren nationale Vergangenheit und ist bereit, sich für die Ideale des Türkentums zu opfern, besonders gegen Moskau [also die damalige, kommunistische Sowjetunion], den erbitterten Feind.“<br/> Nicht zuletzt zeigt sich der Rassismus von MHP und Grauen Wölfen auch in der kurdenfeindlichen Positionierung, etwa der drohenden Aussage von Alparslan Türkeş: „Wenn ihr Kurden weiterhin eure primitive Sprache sprecht (…), werdet ihr von den Türken auf die gleiche Weise ausgerottet, wie man schon Georgier, die Armenier und die Griechen [auf türkischem Boden] bis auf die Wurzeln ausgerottet hat.“</p> <blockquote> <p style="text-align: right;"><em><strong>Die Zusammenarbeit zwischen AKP und MHP führte zu neuen, extrem rechten Netzwerken und Narrativen, die sich nicht nur gegen Minderheiten, sondern auch gegen den Einfluss pluralistischer Werte richten</strong></em></p> </blockquote> <p>Der Antisemitismus spielt ebenso eine zentrale Rolle in der Ülkücü-Bewegung. Die Verbreitung von Verschwörungsfantasien und antisemitischer Propaganda dient dazu, neue Zielgruppen anzusprechen. Die enge Verbindung von türkischem Nationalismus und Islam wird dabei gezielt genutzt, um eine nationalistische türkische Identität zu propagieren, die häufig antisemitische Inhalte beinhaltet. Im Zuge des Konflikts zwischen Palästina und Israel kommt es bundesweit zu antisemitischen Mobilisierungen im Umfeld der Grauen Wölfe. Auf Demonstrationen werden Parolen wie „Scheiß-Juden“ skandiert und entsprechende Fahnen mit dem Symbol des heulenden Wolfs getragen. Antisemitische Verschwörungstheorien gehören in diesem Sinne fest zum ideologischen Fundament der Ülkücü-Bewegung, die politische Gegner oft als „heimliche Juden“ diffamiert.<br/> Ein Vergleich der extrem rechten Bewegungen in Deutschland und der Türkei offenbart zahlreiche Ähnlichkeiten und Parallelen. Während sich die Feindbilder und Ausprägungen teilweise unterscheiden, bleibt die ideologische Grundausrichtung ähnlich. Dies zeigt sich beispielsweise in übersteigertem Nationalismus, der Abwertung und Aggression gegenüber Minderheiten, Antisemitismus, der Betonung angeblich naturgegebener Ungleichheit von Menschen (Sozialdarwinismus), kulturellem und rassistischem Nationalismus, autoritärem Denken, Heroisierung des Führerkults, der Akzeptanz von Hass und Gewalt sowie Verschwörungsfantasien. Diese Elemente bilden zentrale Schnittmengen der deutschen und türkischen extrem rechten Bewegungen.</p> <p><strong>Symbiose zwischen Nationalismus und Islamismus</strong></p> <p>Im Verlauf der Geschichte der MHP wurde der Islam je nach Phase unterschiedlich gewichtet. Zwar steht der „idealistische“ türkische Nationalismus im Zentrum ihrer Ideologie, doch nimmt der Islam eine bedeutende Rolle ein. Seine Bezugnahme diente und dient als ideologischer Gegenpol zu säkularen, liberalen und pluralistischen Konzepten wie Minderheitenrechten und Gleichstellung. Die MHP hat entscheidend dazu beigetragen, die von nationalistischen und konservativ-islamischen Kreisen (Aydınlar Ocağı – Heim der Intellektuellen) entwickelte „Türkisch-Islamische Synthese“ zu einem zentralen Element des türkischen Rechtsnationalismus zu machen.<br/> Kern dieser Synthese ist die Idee einer untrennbaren Verbindung zwischen türkisch-nationalen und islamischen Elementen in der türkischen Geschichte. Gleichzeitig nutzt die MHP die Betonung des Islam, um größere islamisch geprägte Bevölkerungsgruppen zu erreichen und für sich zu gewinnen. Dieses Prinzip gilt jedoch nicht nur für die MHP, sondern prägt auch andere konservativ-nationalistische Parteien und islamische Bewegungen in der Türkei.<br/> Besonders sichtbar wird diese Symbiose zwischen türkischem Nationalismus und Islamismus in der aktuellen Koalition zwischen AKP und MHP. Während die AKP zunehmend eine stark nationalistische Rhetorik verfolgt, tritt die MHP verstärkt mit islamistischen Positionen auf. Dieses Bündnis verdeutlicht, wie sich die Narrative beider Parteien gegenseitig durchdringen und verstärken.</p> <p><strong>Gründung und Wirken des türkischen Rechtsextremismus in Deutschland</strong></p> <p>Die Entstehung der MHP und ihrer Strukturen in Deutschland ist eng mit den frühen 1970er Jahren verknüpft, als erste Vereine und Publikationen mit rassistisch-nationalistischen Inhalten in der Bundesrepublik auftauchten. Bereits 1969 hielt die MHP ihren ersten „kleinen Parteitag“ in Deutschland ab und gründete den Europarat der MHP, der die Basis für ihre transnationale Ausbreitung legte. Trotz eines türkischen Verbots von Parteiorganisationen im Ausland 1977 blieb die MHP hier aktiv und gründete Vereine wie „Türk Ocağı“ oder „Ülkücü Derneği“, die als Anlaufstellen für ihre Ideologie dienten.<br/> 1978 erfolgte mit der Gründung der „Türkischen Föderation“ (ADÜTDF) der institutionelle Ausbau ihrer Strukturen. Zeitgleich wurde Gewalt zu einem wesentlichen Mittel der politischen Auseinandersetzung. Besonders in den 1970er und 1980er Jahren verübten Anhänger der „Grauen Wölfe“ zahlreiche Gewalttaten gegen politische Gegnerinnen und Minderheiten, darunter Mordanschläge und Übergriffe. Der DGB warnte 1976 vor der Bedrohung durch Schlägertrupps der MHP für die Integration türkischer Arbeitnehmerinnen. Auch Verstrickungen in internationale Terrorakte wie das Papstattentat 1981 lenkten die Aufmerksamkeit auf die MHP.<br/> Nach dem Militärputsch in der Türkei 1980 verlagerte die MHP ihre Aktivitäten zunehmend auf neue Strukturen wie Sportvereine, Cafés, Moscheen und vermeintliche Freundschaftsvereine. In den späten 1980er Jahren führte die Abspaltung islamisch-nationalistischer Kräfte unter Musa Serdar Çelebi zur Gründung der ATIB (Union der türkisch-islamischen Kulturvereine), die sich stärker islamistisch orientierte. Die 1990er Jahre waren von einer erneuten Radikalisierung geprägt, insbesondere in Konflikten mit Kurdinnen, Armenierinnen und Ale-vit*innen.<br/> Mit dem politischen Aufstieg der AKP und ihrer späteren Koalition mit der MHP gewann die Mobilisierung ultranationalistischer Bewegungen auch in Deutschland an Dynamik. Die Zusammenarbeit zwischen AKP und MHP führte zu neuen, extrem rechten Netzwerken und Narrativen, die sich nicht nur gegen Minderheiten, sondern auch gegen den Einfluss pluralistischer Werte richten. In den 2000er Jahren entstanden in diesem Umfeld neue Gruppierungen, wie rockerähnliche „Turkos MC“ oder „Turan e. V.“, die eine neue Radikalisierungsform innerhalb der ultranationalistischen Szene repräsentieren.<br/> In den letzten zwei Jahrzehnten sind in Deutschland zahlreiche Organisationen und Vereine entstanden, die im Umfeld der „Ülkücü“-Bewegung agieren. Gleichzeitig haben sich in den 1990er und 2000er Jahren diverse türkische Lobbyorganisationen entwickelt, die in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aktiv sind. Während „Graue Wölfe“ Kampagnen und Aktivitäten organisieren, mobilisieren dem Erdoğan-Regime nahestehende Organisationen, wie UID und DITIB, zu Massendemonstrationen zu türkischen Innenpolitikthemen.<br/> Die Gründung türkischzentrierter Parteien, wie der DAVA („Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch“), zeigt eine neue Verbindung zwischen türkisch-islamischen und extrem rechten Bewegungen. DAVA tritt als Sammelbecken für religiöse, konservativ-nationalistische und extrem rechte Türkeistämmige auf. Bei den Europawahlen 2024 erzielte die Partei in Hochburgen wie Duisburg-Marxloh zwar hohe Stimmenanteile, konnte jedoch nicht erfolgreich werden.<br/> Der Einfluss extrem rechter türkischer Verbände zeigt sich auch in der Existenz von über 300 Vereinen in Deutschland. Diese agieren als Selbsthilfeorganisationen, Moscheegemeinden, Kultur- oder Jugendvereine und prägen das soziale Leben vieler Menschen mit Türkeibezug. Besonders junge Menschen, die Diskriminierungserfahrungen gemacht haben, arbeitslos sind oder nach Identität suchen, finden in diesen Strukturen häufig einen Anziehungspunkt.</p> <p><strong>Symbolische Verbotsdebatte um die „Ülkücü“-Bewegung</strong></p> <p>Im November 2020 verabschiedete der Bundestag einen parteiübergreifenden Antrag mit dem Titel „Nationalismus und Rassismus die Stirn bieten – Einfluss der Ülkücü-Bewegung zurückdrängen“. Dieser betont die Notwendigkeit, extrem rechte und menschenverachtende Tendenzen, insbesondere die militanten Aktivitäten der „Ülkücü“-Bewegung in Deutschland, zu bekämpfen. Ein zentrales Element des Antrags war die Überprüfung eines möglichen Vereinsverbots für Organisationen wie die ATK/ADÜTDF, ATIB und den ATB.<br/> Die Forderung nach einem Verbot der „Grauen Wölfe“ ist nicht neu: Bereits in den 1980er Jahren erhoben Gewerkschaften und antifaschistische Gruppen entsprechende Forderungen. In jüngerer Zeit griffen Jugendorganisationen wie die Jusos dieses Anliegen wieder auf. Im europäischen Kontext hat die französische Regierung die Grauen Wölfe offiziell verboten und Österreich hat die Symbole der Grauen Wölfe verboten.<br/> Einen öffentlich-politischen Höhepunkt erreichte die Verbotsdebatte während der Fußball-EM 2024, als der türkische Spieler Merih Demiral mit dem Wolfsgruß im Spiel Türkei gegen Österreich für Empörung sorgte. Der Vorfall verdeutlicht, wie politische Symbole rechtsextremistischer Gruppen Spannungen und Provokationen auslösen. Trotz des Bundestagsantrags und der verstärkten Diskussion wurde bislang kein Verbot dieser Bewegung in Deutschland umgesetzt, und selbst die Symbolik der Bewegung bleibt weiterhin erlaubt.<br/> Die Debatte hat somit bisher überwiegend symbolischen Charakter und zeigt wenig konkrete 
Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten. Wichtiger ist eine konsequente Auseinandersetzung mit den strukturellen Verflechtungen zwischen türkisch-nationalistischen Lobbystrukturen und rassistischen Kontinuitäten hierzulande, sowie die Förderung von Partizipations- und Anerkennungspolitik, um den Einfluss türkisch-nationalistischer sowie rechtsextremer Netzwerke konsequent zurückzudrängen.</p> <div class="footnotes"> <small> </small><p>Kemal Bozay ist promovierter Politik-, Erziehungs- und Sozialwissenschaftler. Als Professor lehrt er Soziale Arbeit an der IU Internationale Hochschule in Köln und Düsseldorf. Mit Fikret Aslan ist er Autor u. a. des bei Unrast erschienenen Standardwerks „Graue Wölfe heulen wieder: Türkische Faschisten und ihre Vernetzung in Deutschland“.</p> <div class="footnotes"> <p><small><strong>Dies ist ein Beitrag aus der aktuellen Ausgabe der Graswurzelrevolution. Schnupperabos zum Kennenlernen gibt es <em><a href="https://www.graswurzel.net/gwr/2023/10/2020/08/2020/08/service/schnupperabo/">hier.</a></em></strong></small></p> <h6><small><strong>Wir freuen uns auch über Spenden auf unser <a href="https://www.graswurzel.net/gwr/spenden/">Spendenkonto</a>.</strong></small></h6> </div> </div> <p class="entry-tags"> </p>
www.graswurzel.net
February 3, 2025 at 12:21 PM
📺️Interessanter Vortrag zum #longtermism|us von @MSchnetker@sciences.social vom #38c3:

Longtermismus – der „Geist“ des digitalen Kapitalismus

🤖️2019 war Max Franz Johann Schnetker bei uns bzw. dem @trotzallem@ruhr.social zu Gast und hat sein Buch zu #transhumanism|us vorgestellt […]
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February 3, 2025 at 5:42 PM
Reposted by Gustav-Landauer-Bibliothek Witten
Sehr interessanter Radiobeitrag über die Versuche rechter Verlage Einfluss auf den Bestand öffentliche Bibliotheken zu nehmen. Und damit natürlich den öffentlichen Diskurs zu steuern […]
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February 2, 2025 at 8:54 AM
📙️Neuerwerbung der Gustav-Landauer-Bibliothek Witten:

Noam Chomsky:

**Rebellion oder Untergang!**

_Ein Aufruf zu globalem Ungehorsam zur Rettung unserer Zivilisation_

Eindrücklich wie nie zuvor klärt Chomsky über die existenziellen Bedrohungen durch Atomwaffen und den Klimawandel auf. Er […]
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January 29, 2025 at 6:19 PM
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Benet Lehmann liest aus dem Buch "Esthers Spuren: Die Geschichte der Shoah-Überlebenden Esther Bejarano und der Kampf gegen Rechtsextremismus"

Donnerstag 06.02. im Nordpol
#nonazisdo

https://latscher.in/events/2025-02-06-lesung-esthers-spuren-von-benet-lehmann
January 16, 2025 at 11:29 AM
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#gwr 495 von Januar 2025 mit

Keine gute IDEE – Neuauflage einer Militärmesse in Hannover

Verweigere die Datenweitergabe an die Bundeswehr!

Kommen dem Staat Militärdienstpflichtige billiger?

„Neue“ Militärdienstpflicht und Kriegsdienstverweigerung

#anarchie #antimilitarismus
1/x
January 12, 2025 at 1:56 PM
📘️ Neuwerwerbung der Gustav-Landauer-Bibliothek Witten:

Ilija Trojanow, Juli Zeh:

**Angriff auf die Freiheit**

_Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte_ 📷️🕵️

Niemals würden Sie es anderen Menschen erlauben, in Ihren privaten Sachen zu schnüffeln, Sie zu […]
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December 5, 2024 at 6:50 PM
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#Schoa-Literatur auf #Amazon verzweifelt gesucht: Mit unserer Publikation des #Auschwitz-Überlebenden Miklós Nyiszli verstießen wir plötzlich gegen Konzern-Richtlinien - und das Buch verschwand. Es folgte eine kafkaeske Korrespondenz, die Einblicke gib in Abläufe, die nicht unterscheiden kann […]
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November 14, 2024 at 8:35 AM