Deissler
deissler.bsky.social
Deissler
@deissler.bsky.social
Beraubt einer Selbstwirksamkeit, die uns evolutionär zurückstuft. Affektgesteuert. In den Tag hinein lebend. Betrifft das alle? Natürlich nicht. Aber eine kritische Masse reicht ja, um alle anderen zu lähmen.
January 3, 2026 at 10:59 AM
Nicht wenige sammelten seither eine zweistellige Anzahl an Infektionen. Mit den bekannten Folgen und Spätfolgen. Kognitionsverlust, neurologische Schäden allen anderen voran. Heute sind wir Gesellschaften von Achselzuckern. Primaten, gewöhnt daran, jede neue Eskalation hinzunehmen.
January 3, 2026 at 10:59 AM
Wie es für die Linken keinen rationalen Grund gab, sozioökonomische Fragestellungen niedriger zu gewichten als kulturelle, gab es für Rechte keinen rationalen Grund, sich komplett den Covid-Klima-Ukraine-FakeNews anzudienen. Psychisch ist der Move aber nachvollziehbar. /5
December 21, 2025 at 3:46 PM
Die Rechten suchten ihr Heil in Totalopposition. Alles wurde hinterfragt. Angetrieben wurde beides mit ziemlicher Sicherheit durch ActiveMeasures, denn gespaltene Gesellschaften sind fügsame Gesellschaften. x.com/SimsalaMaya/... /4
x.com
December 21, 2025 at 3:46 PM
Zeitlich fiel beides zusammen mit dem Gefühl alternativloser Politik (Bankenkrise, Wutbürgertum). Die Linken suchten ihr Heil in der Korrektur sozialer Missstände, allerdings eher kultureller als finanzieller. Verhaltensweisen, Denkarten etc. standen im Fokus, auch Gendern. /3
December 21, 2025 at 3:46 PM
Es ist kaum vorstellbar, dass sich die Rechten in die Rabbit Holes der Parallelrealitäten begeben hätten - Covid, Klima, Migrationsüberängste, Russland - wenn es nicht gleichzeitig sowas wie Cancel Culture gegeben hätte. /2
December 21, 2025 at 3:46 PM
Es gibt dazu einen fantastischen Artikel von Müller/Fürstenberg 2023, den ich Studis fast immer lesen lasse.
December 11, 2025 at 12:34 PM
Wir sind verloren O_O
December 11, 2025 at 10:16 AM
Aber es ist eine Möglichkeit, diesen bescheuerten Kreislauf endlich zu durchbrechen. #AfDVerbotJetzt /16
November 29, 2025 at 5:43 PM
Rhetorisch wird hier diese elende Symptombeschreibung übersprungen, nicht debattiert, sondern X einfach festgelegt. Weil: längst empirisch bewiesen. Klar, das klappt nicht überall, es ist vieles ja offen und Zweifeln ist auch selbstwirksames Verhalten. /15
November 29, 2025 at 5:43 PM
Die Lösung? Vermutlich gibt es keine. Aber man muss sich klarmachen: Die Kante verläuft nicht zwischen Links und Rechts, sondern zwischen Schwurbel und Nicht-Schwurbel. Kachelmann macht dahingehend vieles richtig. Der Grund? /14
November 29, 2025 at 5:43 PM
Problem ist: Man kann diesen politischen Selbstwirksamkeitsverlust gar nicht richtig benennen. Leute sind nicht blöd. Die holen sich ihre Selbstwirksamkeit im Privaten wieder, kehren der Politik den Rücken und haben dann mehr Angst vor ner Demo als vor der AfD. /13
November 29, 2025 at 5:43 PM
Dank Covid und dem Laufenlassen der Pandemie seit 2022 können wir historisch exakt einkreisen, wann die Selbstwirksamkeit verloren ging. Gewiss kein Zufall, dass Russland die Ukraine genau „nach“ Covid überfiel. Die denken strategischer als wir es uns vorstellen können. /12
November 29, 2025 at 5:43 PM
Dem Glauben also: Wir einigen uns als Gesellschaft auf X. Daher machen wir Y. Dann geschieht Z. Wenn die Gesellschaft stets nur über die Existenz von X streitet, passiert nur Unsinn. Und so verlieren wir Selbstwirksamkeit. /11
November 29, 2025 at 5:43 PM
Die Sackgasse, in der wir uns befinden – technologische Irrwege, Drucksen vor Moskau, harte Migrationspolitik, die die Rechten eh nicht ausreichend befriedigt usw. und sofort – ist ein Resultat verlorener Selbstwirksamkeit. /10
November 29, 2025 at 5:43 PM
Lange dachte ich, man müsste die mentalen Modelle in den Brennkegel setzen. Zum Beispiel erklären, warum wer wie davon profitiert, wenn die Klimakrise geleugnet wird. Das ist selbstwirksames Verhalten, aber zäh und damit frustbelastet. /9
November 29, 2025 at 5:43 PM
Demonstrieren Leute in Gießen gegen eine faschistische Vereinigung, haben sie mehr Angst vor der Wirkung als vor der faschistischen Vereinigung. Warum? Weil völlig gleich ist, was wirklich passiert. Die mentalen Modelle werden im Netz ohnehin geframet, wie es passt. /8
November 29, 2025 at 5:43 PM
Mentale Modelle bestimmen, wie wir über gewisse Dinge denken. Es sind unsere Konzeptualisierungen von Weltwissen. Dieses Weltwissen und diese mentalen Modelle sind unter Dauerfeuer durch Fake News und sonstige Manipulation von außen. Hallo, Russland. /7
November 29, 2025 at 5:43 PM
Gibt es keine Klimakrise, muss man nur die Akteure, die behaupten, es gäbe eine, angreifen. Die Befriedigung resultiert daraus, dass statt komplexer Lösungsprozesse einfache Methoden die mentalen Modelle von Welt formen. /6
November 29, 2025 at 5:43 PM
Warum? Weil die Leugnung von X in Paarung mit der einfachen Lösung Y ("ÖRR abschaffen", "Altparteien auch", "Unis kontrollieren", "Impfleugner zu Gesundheitsministern" machen) eine unfassbar befriedigende Beschäftigung sein muss. /5
November 29, 2025 at 5:43 PM
Gleichzeitig: Migration: Ultrawichtig, ui ui ui. Man könnte das jetzt wieder einzeln nach den Themen von Veggiewurstbenennung bis Transgender durchspielen, aber im Kern geht es immer um Selbstwirksamkeit. Problem: Die Schwurbler SIND selbstwirksam. Wir nicht. /4
November 29, 2025 at 5:43 PM