Beate Meierfrankenfeld
bmeierfrankenfeld.bsky.social
Beate Meierfrankenfeld
@bmeierfrankenfeld.bsky.social
Deshalb kann Ausdruckspolitik, wenn sie nicht zu allem entschlossen ist, nur verlieren. Ist sie aber entschlossen, wird es erst recht gefährlich. Walter Benjamin: "Alle Bemühungen um die Ästhetisierung der Politik" gipfeln im Krieg. Oder in Gewalt. (6/6)
October 22, 2025 at 4:25 PM
Was folgt daraus politisch? Nichts, was dieses Unbehagen auch nur annähernd beheben könnte. Die "Massen" haben zwar noch immer das Recht auf Veränderung der Eigentumsverhältnisse, auch auf Schutz und Sicherheit, aber nicht auf Städte als Wille und Vorstellung einer Gruppe. (5/6)
October 22, 2025 at 4:25 PM
Die "Wut" also, das Unbehagen, in satter Ausprägung abzuholen. Dönerläden, Barbershops, kein deutscher Bäcker mehr, kein Schnitzelrestaurant, Kriminalität am Bahnhof - alles drin. Auch auf Nachfrage wurde folgerichtig nicht sortiert od. präzisiert, sondern weiter vage angefüttert: die "Töchter". 4/6
October 22, 2025 at 4:25 PM
Faschismus-Diagnosen, interessant ist die Ausdruckslogik selbst. "Ästhetisierung des politischen Lebens" nennt Benjamin das. Dass Merz nicht sagt, was genau er politisch aus dem "Problem-Stadtbild" folgen lassen will, ist kein Versehen, es soll genau so sein, um Bild & Ausdruck prall zu halten. 3/6
October 22, 2025 at 4:25 PM
Bei Benjamin bezieht sich das "er" auf den Faschismus: "Die Massen haben ein Recht auf Veränderung der Eigentumsverhältnisse; der Faschismus sucht ihnen einen Ausdruck in deren Konservierung zu geben." Lässt sich auf den aktuellen Fall nicht simpel anwenden, es geht auch nicht so sehr um ... 2/6
October 22, 2025 at 4:25 PM
Liebes @dlamarbach.bsky.social, die Rezension stammt leider nicht von mir, sondern von der NDR-Kollegin Martina Kothe. ;-)
February 12, 2025 at 12:43 PM