Miriam Suter
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Miriam Suter
@miriamsuter.bsky.social
Journalistin & Autorin
«Elaborate on that»
«No»
☁️
https://www.instagram.com/miriam_suter
ich kann: multimedial geschichten erzählen und von a bis z produzieren (text, video, podcast), moderieren, recherchieren, kampagnen planen und durchführen, jahresberichte und newsletter verfassen und und ich finde mich im adobe-universum zurecht.

bin gespannt, juhu!
March 11, 2025 at 11:53 AM
btw: ich bin nur der versuch einer ally, falls ihr wirklich fundierte berichterstattung, einordnungen, rants etc zum thema wollt, folgt
@mmmmmmmmmmm7777777.bsky.social
February 7, 2025 at 4:18 PM
Und diese Narrative werden auch durch grosse Medien verbreitet. Es wäre nice, wenn Journis sich diesen Mechanismen bewusst sind und Aussagen in Interviews entsprechend einbetten würden, a girl can always dream.
February 7, 2025 at 4:08 PM
Finds eigentlich needless to say, aber offenbar muss man es immer wieder runterbeten: Trans Menschen sind nicht aufgrund ihrer Geschlechtsidentität gefährdet, sondern aufgrund der Diskriminierung, Stigmatisierung und Gewalt, denen sie ausgesetzt sind.
February 7, 2025 at 4:07 PM
4. Indem Menschen wie Richter unwidersprochen in grossen Zeitungen trans Menschen mit negativen Stereotypen behaften und sie als Teil einer «Opferkultur» darstellen, tragen sie dazu bei, ein feindseliges Klima zu schaffen. Ein idealer Nährboden für Hassreden, Mobbing und physische Gewalt.
February 7, 2025 at 4:07 PM
Und das ist erwiesenermassen eng mit einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit verbunden und führt zu sozialer Isolation, Angstzuständen und Depressionen. Studien zeigen immer wieder, dass trans Menschen, die Diskriminierung erfahren, ein deutlich höheres Risiko für Suizidversuche haben.
February 7, 2025 at 4:07 PM
Richters Aussagen tragen also dazu bei, Transidentität als eine Art «Modeerscheinung» oder «Lifestyle-Diagnose» abzutun, die ausgenutzt wird. Dies verstärkt die Stigmatisierung und Diskriminierung von trans Menschen.
February 7, 2025 at 4:06 PM
*Bei nicht-binären Personen ist der Anteil sogar noch höher, mit fast 50% Betroffenen. Im Vergleich dazu liegt die Rate bei cis Personen bei etwa 10%.
February 7, 2025 at 4:06 PM
4. Trans- und nicht-binäre Menschen sind aufgrund von Diskriminierung und sozialem Stress einem höheren Risiko für psychische Erkrankungen ausgesetzt. Laut einer Studie von 2024 leiden etwa 16% der trans Menschen an einer langfristigen psychischen Erkrankung*.
February 7, 2025 at 4:06 PM
Dies deshalb, weil sich medizinische Fachpersonen, Krankenkassen usw auch an Meinungen von «Experten», die in reichweitenstarken Zeitungen auftreten, orientieren. Und wenn die sagen, diese trans Menschen tun einfach so, um cool zu sein, wirds vielleicht schwierig mit dem Zugang zur Hormontherapie.
February 7, 2025 at 4:05 PM
3. Dass Leute wie Richter die Legitimität von Transidentität in Frage stellen und suggerieren, dass trans Menschen ihre Diagnosen missbrauchen, kann dazu führen, dass trans Menschen der Zugang zu notwendiger Gesundheitsversorgung verwehrt werden könnte.
February 7, 2025 at 4:04 PM
Diese Aussagen werten trans Menschen ab und entwerten ihre Erfahrungen. Das kann dazu führen, dass trans Menschen sich nicht ernst genommen, nicht respektiert und nicht wertgeschätzt fühlen.
February 7, 2025 at 4:04 PM
2. Einfach übernommene weirde Aussagen führen zu Abwertung von trans Menschen und ihrer Erfahrungen

Aussagen wie: «Leute gehen zum Therapeuten und sagen: ‘Ich (...) ‘trans’ ...», implizieren, dass trans Menschen unehrlich sind und ihre Identität für persönlichen Gewinn missbrauchen.
February 7, 2025 at 4:03 PM
Die WHO hat Transidentität 2018 aus der Liste der psychischen Erkrankungen entfernt, um Stigmatisierung und Diskriminierung entgegenzuwirken (auch hier ofc krass, dass es überhaupt auf dieser Liste stand, aber bis im Mai 1990 galt in der Schweiz auch noch als krank, wer schwul ist, naja).
February 7, 2025 at 4:03 PM
1. Pathologisierung von Transidentität ist transfeindlich:

Transidentität wird auch offiziell zunehmend als natürliche Variation der menschlichen Geschlechtsidentität anerkannt und nicht mehr als psychische Störung betrachtet (dafuq war das anyway, aber ja).
February 7, 2025 at 4:03 PM
veröffentlicht hat anja das buch übrigens im alleingang – kein verlag wollte das werk herausbringen. ich hoffe, alle verantwortlichen bereuen diese entscheidung. die schweiz hatte anjas buch dringend nötig 🤍
February 3, 2025 at 6:42 PM
ich kann nur erahnen, wieviel kraft anja die arbeit ah diesem buch gekostet hat. umso mehr freut es mich, dass es kurz nach erscheinen zum bestseller wurde. dass so viele menschen wichtig finden, was anja schreibt.
February 3, 2025 at 6:42 PM
und was ich liebe: sie untermauert alles mit unglaublich fundierter recherche, sagt aber nicht, was zu tun ist. das ist die aufgabe der lesenden, herauszufinden. anja tut das schliesslich in ihrer lohnarbeit und, wie man beim lesen lernt, auch in ihrem privatleben unbezahlt oft genug.
February 3, 2025 at 6:41 PM